Blackwell 2003, ca. 22€
An Introduction to Contemporary Metaethics provides a highly readable critical overview of the main arguments and themes in twentieth-century and contemporary metaethics. It traces the development of contemporary debates in metaethics from their beginnings in the work of G. E. Moore up to the most recent arguments between naturalism and non-naturalism, cognitivism and non-cognitivism. Individual chapters deal with: the open-question arguments and Moore's attack on ethical naturalism; A. J. Ayer's emotivism and the rejection of non-naturalism; Simon Blackburn's quasi-realism; Allan Gibbard's norm-expressivism; J. L. Mackie's 'error-theory' of moral judgement; anti-realist and best opinion accounts of moral truth; the non-reductionist naturalism of the 'Cornell realists'; Peter Railton's naturalistic reductionism; the analytic functionalism of Frank Jackson and Philip Pettit; the contemporary non-naturalism of John McDowell and David Wiggins; and the debate between internalists and externalists in moral psychology. The book will be an invaluable resource for students, teachers and professional philosophers with interests in contemporary metaethics.
Seminarliteratur
In diesem Blog können Lehrende des Instituts für Philosophie der Universität Kassel Anschaffungsvorschläge für die Fachbereichsbibliothek vornehmen.
8/29/2011
Timmons/Horgan: Metaethics after Moore
OUP 2006, ca. 28€
This substantial collection of sixteen original papers is one of a number of publishing ventures to have recently marked the centenary of the publication of G. E. Moore's Principia Ethica. It is not primarily a historical enterprise. Evidently what the editors have encouraged contributors to provide are cutting edge contributions to contemporary metaethics that engage with Moorean themes and concerns in ways that make the continuing relevance of those themes manifest. And this, to an impressive extent, is precisely what most of them have delivered... This is a rewarding collection of papers, abundantly illustrating the lively state of contemporary metaethics. Anyone interested in moral philosophy could very profitably read it. James Lenman, Notre Dame Philosophical Reviews
This substantial collection of sixteen original papers is one of a number of publishing ventures to have recently marked the centenary of the publication of G. E. Moore's Principia Ethica. It is not primarily a historical enterprise. Evidently what the editors have encouraged contributors to provide are cutting edge contributions to contemporary metaethics that engage with Moorean themes and concerns in ways that make the continuing relevance of those themes manifest. And this, to an impressive extent, is precisely what most of them have delivered... This is a rewarding collection of papers, abundantly illustrating the lively state of contemporary metaethics. Anyone interested in moral philosophy could very profitably read it. James Lenman, Notre Dame Philosophical Reviews
8/13/2011
Thomas Hobbes: Leviathan: oder Stoff, Form und Gewalt eines kirchlichen und bürgerlichen Staates
Suhrkamp Verlag; Auflage: 1 (14. März 2011) 20€
Thomas Hobbes' Leviathan ist nicht nur der Klassiker der politischen Philosophie der Neuzeit, er gehört seit dem 11. September 2001 auch zu den meistzitierten Werken im politischen Journalismus. Der Staat als »sterblicher Gott«, den die Menschen schaffen, um dem natürlichen Kampf aller gegen alle zu entkommen; Selbsterhaltung als Grundmotiv einer politischen Ordnung, der Sicherheit vor Freiheit geht; die Furcht nicht als Bedrohung, sondern als Mittel der Politik: Diese Thesen haben Generationen von Philosophen herausgefordert und nichts von ihrer provokativen Kraft verloren.
Blaise Pascal: Gedanken
Suhrkamp Verlag; Auflage: 1 (5. Januar 2012) 14€
OT Pensées (sur la religion, et sur quelques autres sujets)OA 1670 DE 1710 Form Sachbuch Bereich Philosophie
Die Gedanken sind das bedeutendste philosophische Werk von Blaise Pascal. Er reflektiert darin die Seinslage des Menschen sowie die Beziehung zwischen Vernunft und Glauben. Das Buch ist aber auch eine Streitschrift für das Christentum und ein Dokument für Pascals religiöse Überzeugung.
Entstehung: Die Gedanken sind eine Sammlung von Fragmenten aus den letzten Lebensjahren des Autors, die von tiefem religiösem Bewusstsein und schwerer Krankheit gekennzeichnet waren. Acht Jahre nach seinem Tod wurde dieser Nachlass von den Geistlichen von Port-Royal erstmals veröffentlicht.
Inhalt: Pascal sieht zwischen Vernunft und Glauben keinen Widerspruch. Der Mensch muss nur wissen, wann die Anwendung der Vernunft geboten ist. Fragt er nach seinem eigenen Wesen und nach seiner Stellung in der Welt, wird ihm die Vernunft nur teilweise helfen. »Der Mensch ist sich selbst das rätselhafteste Ding der Natur, denn er kann nicht begreifen, was Körper und noch weniger was Geist ist und am wenigsten, wie ein Körper mit einem Geist vereint sein könnte.« Der Mathematiker und Naturwissenschaftler Pascal, der sich mit der Unendlichkeit der Zahlen und dem leeren Raum befasste, ging einen Schritt weiter, indem er im grenzenlosen Wissen nicht mehr einen Beweis menschlicher Größe, sondern ein Zeichen seiner Ohnmacht erkannte: »Das ewige Schweigen dieser unendlichen Räume macht mich schaudern.«
Pascal bemühte sich leidenschaftlich, die intellektuelle Selbstgefälligkeit der Gebildeten zu erschüttern, und mahnte sie, aus der »Wahrheit keinen Götzen zu machen«. Erst wenn der Mensch nach Gott fragt und sich seiner Gnade öffnet, wird sich ihm sein eigenes Wesen enthüllen. Gott aber sei »spürbar im Herzen und nicht in der Vernunft«. In seiner Hinwendung zu Gott benötige der Mensch die Leidenschaft des Herzens und nicht die Kühle der Vernunft. Das Herz jedoch sei Zentrum der Begierden und der Triebe und mache den Menschen zum Doppelwesen, »gleichermaßen Gott unwürdig und Gottes fähig«.
Pascal prangert die eitlen Gelüste und Zerstreuungen an, welche den Menschen mit einer vordergründigen Glückseligkeit betäuben und ihn in Unkenntnis über seine sündige Natur lassen. Für den Menschen gebe es nichts Schlimmeres als allein in einem Zimmer verweilen zu müssen, »denn was ist Unglücklichsein sonst, als unerträglich traurig sein, sobald man gezwungen wird, über sich selbst nachzudenken, und sich nicht zerstreuen kann«. Christus sei für den seit Adams Sündenfall in Unglück lebenden Menschen die Erlöserfigur, »weil wir in ihm sowohl Gott als auch unser Elend finden«. Indem der Mensch in einem imaginären Corpus Christi aufgeht, findet er als Teil des Ganzen wieder zu jener Harmonie, die Pascal auch in der Natur und der Mathematik wirken sah.
Aufbau: Eine authentische Fassung der Gedanken gibt es nicht. Je nach Herausgeber und Edition wurden die Fragmente unterschiedlich geordnet und mit anderen Kapitelüberschriften versehen. Flüchtige Gedankenskizzen, rätselhafte Aphorismen, klare Lehrsätze und längere, argumentativ durchgearbeitete Textpassagen wechseln einander ab.
Wirkung: Pascals existenzielle Fragestellung, sein psychologischer Feinsinn und seine ebenso leidenschaftlich wie geschmeidig vorgetragenen Argumente haben durch alle Epochen Leser in den Bann gezogen, darunter viele, die – wie Friedrich R Nietzsche – die religiöse Überzeugung des Autors nicht teilten. W. v. C. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Die Gedanken sind das bedeutendste philosophische Werk von Blaise Pascal. Er reflektiert darin die Seinslage des Menschen sowie die Beziehung zwischen Vernunft und Glauben. Das Buch ist aber auch eine Streitschrift für das Christentum und ein Dokument für Pascals religiöse Überzeugung.
Entstehung: Die Gedanken sind eine Sammlung von Fragmenten aus den letzten Lebensjahren des Autors, die von tiefem religiösem Bewusstsein und schwerer Krankheit gekennzeichnet waren. Acht Jahre nach seinem Tod wurde dieser Nachlass von den Geistlichen von Port-Royal erstmals veröffentlicht.
Inhalt: Pascal sieht zwischen Vernunft und Glauben keinen Widerspruch. Der Mensch muss nur wissen, wann die Anwendung der Vernunft geboten ist. Fragt er nach seinem eigenen Wesen und nach seiner Stellung in der Welt, wird ihm die Vernunft nur teilweise helfen. »Der Mensch ist sich selbst das rätselhafteste Ding der Natur, denn er kann nicht begreifen, was Körper und noch weniger was Geist ist und am wenigsten, wie ein Körper mit einem Geist vereint sein könnte.« Der Mathematiker und Naturwissenschaftler Pascal, der sich mit der Unendlichkeit der Zahlen und dem leeren Raum befasste, ging einen Schritt weiter, indem er im grenzenlosen Wissen nicht mehr einen Beweis menschlicher Größe, sondern ein Zeichen seiner Ohnmacht erkannte: »Das ewige Schweigen dieser unendlichen Räume macht mich schaudern.«
Pascal bemühte sich leidenschaftlich, die intellektuelle Selbstgefälligkeit der Gebildeten zu erschüttern, und mahnte sie, aus der »Wahrheit keinen Götzen zu machen«. Erst wenn der Mensch nach Gott fragt und sich seiner Gnade öffnet, wird sich ihm sein eigenes Wesen enthüllen. Gott aber sei »spürbar im Herzen und nicht in der Vernunft«. In seiner Hinwendung zu Gott benötige der Mensch die Leidenschaft des Herzens und nicht die Kühle der Vernunft. Das Herz jedoch sei Zentrum der Begierden und der Triebe und mache den Menschen zum Doppelwesen, »gleichermaßen Gott unwürdig und Gottes fähig«.
Pascal prangert die eitlen Gelüste und Zerstreuungen an, welche den Menschen mit einer vordergründigen Glückseligkeit betäuben und ihn in Unkenntnis über seine sündige Natur lassen. Für den Menschen gebe es nichts Schlimmeres als allein in einem Zimmer verweilen zu müssen, »denn was ist Unglücklichsein sonst, als unerträglich traurig sein, sobald man gezwungen wird, über sich selbst nachzudenken, und sich nicht zerstreuen kann«. Christus sei für den seit Adams Sündenfall in Unglück lebenden Menschen die Erlöserfigur, »weil wir in ihm sowohl Gott als auch unser Elend finden«. Indem der Mensch in einem imaginären Corpus Christi aufgeht, findet er als Teil des Ganzen wieder zu jener Harmonie, die Pascal auch in der Natur und der Mathematik wirken sah.
Aufbau: Eine authentische Fassung der Gedanken gibt es nicht. Je nach Herausgeber und Edition wurden die Fragmente unterschiedlich geordnet und mit anderen Kapitelüberschriften versehen. Flüchtige Gedankenskizzen, rätselhafte Aphorismen, klare Lehrsätze und längere, argumentativ durchgearbeitete Textpassagen wechseln einander ab.
Wirkung: Pascals existenzielle Fragestellung, sein psychologischer Feinsinn und seine ebenso leidenschaftlich wie geschmeidig vorgetragenen Argumente haben durch alle Epochen Leser in den Bann gezogen, darunter viele, die – wie Friedrich R Nietzsche – die religiöse Überzeugung des Autors nicht teilten. W. v. C. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Maria-Sibylla Lotter: Scham, Schuld, Verantwortung: Über die kulturellen Grundlagen der Moral
Suhrkamp Verlag; Auflage: Originalausgabe (6. Februar 2012) 15€
Was macht aus Menschen moralische Personen? Wie entstehen die spezifischen Verhältnisse, in denen Phänomene wie Schuld, Scham, Verantwortung und Respekt auftreten? Und warum fühlen wir uns oft so fremd in unserem Selbstverständnis – warum ist es so schwierig, unsere eigenen Verhältnisse mit unseren moralischen Begriffen und philosophischen Theorien zu verstehen? Auf den ersten Blick sind das aussichtslose Fragen, denn das moralische Leben gründet nicht auf moralphilosophischen Argumenten. Es entwickelt sich vielmehr in sozialen Praktiken und kulturellen Lebensformen, die nicht auf Theorien reduziert werden können. Maria-Sibylla Lotter greift auf einschlägige ethnologische Forschungen unterschiedlicher Lebensformen zurück und bringt sie mit dem moralphilosophischen Diskurs ins Gespräch. So eröffnet sich ein innovativer Zugang zu ethischen Fragen.
Manfred Frank: Ansichten der Subjektivität
Suhrkamp Verlag; Auflage: Originalausgabe (6. März 2012) 15€
Als »Subjektphilosophie« hat man das neuzeitliche Denken insgesamt charakterisiert. Diese Auszeichnung verdankt das Subjekt der verwegenen Hoffnung, es eigne sich zum ultimativen Prinzip der Wissensbegründung. Das Interesse an einer Aufklärung seiner Struktur wurde dadurch jedoch in den Hintergrund gedrängt. Diese Struktur steht im Zentrum von Manfred Franks jüngstem Buch, das einen Blick auf die moderne Geschichte der Subjekttheorien mit Analysen der inneren Beschaffenheit und der Zeitlichkeit des Subjekts sowie seines Verhältnisses zur Intersubjektivität und einer Auseinandersetzung mit klassischen und neuesten analytischen Theoriebildungen verbindet. Dem Begriff der Selbstkenntnis kommt dabei die Schlüsselrolle zu.
Cora Diamond: Menschen, Tiere und Begriffe: Aufsätze zur Moralphilosophie
Suhrkamp Verlag; Auflage: Originalausgabe (6. März 2012)
Cora Diamonds einflußreiche Aufsätze zur Moralphilosophie sind ein beeindruckendes Zeugnis einer »Ethik nach Wittgenstein«, dessen vielleicht originellste Interpretin die amerikanische Philosophin ist. Eine repräsentative Auswahl ihrer Texte liegt nun erstmals in deutscher Sprache vor. Darin befreit Diamond die Moralphilosophie aus dem Prokrustesbett spezialistischer Theorien, deren vermeintlich präzise Begrifflichkeit den Blick für die Vielfalt und die Bedeutung des Ethischen in unserem Leben oft gerade verstellt. In einer seltenen Mischung aus gedanklicher Klarheit und lebensweltlicher Nähe zeigt sie, daß es nicht so sehr darum geht, ethische Probleme zu »lösen«, sondern das, was dabei auf dem Spiel steht, besser zu verstehen. Das belegen insbesondere ihre berühmten Arbeiten zum Verhältnis von Mensch und Tier, die einen Schwerpunkt dieses Bandes ausmachen.
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