6/21/2011

Gerhard Ernst: Moralischer Relativismus

Mentis-Verlag (Mai 2009), 29,80 €

Im Zeitalter der Globalisierung stellt sich nicht nur für Philosophen die Frage, wie mit den moralischen Werten und Normen Anderer umzugehen ist. Welchen Status haben diese im Verhältnis zu den eigenen Maßstäben? Gibt es so etwas wie moralische Objektivität oder ist vielmehr von einer grundlegenden Relativität der Moral auszugehen? Und welche praktischen Folgen ergeben sich aus der Verschiedenheit der moralischen Anschauun-gen oder sollten sich ergeben? Der Band möchte hier mehr Klarheit schaffen. In den Beiträgen wird nicht nur diskutiert, was unter moralischem Relativismus überhaupt zu verstehen und wie dieser zu bewerten ist, sondern auch, welche Rolle empirische Be-funde bezüglich der Verschiedenheit von Wertvorstellungen in der philo-sophischen Argumentation spielen. Das Buch hat drei Teile: Im ersten Teil stehen Fragen des deskriptiven moralischen Relativismus im Mittelpunkt, im zweiten Teil geht es um die Ana-lyse und Bewertung des moralischen Relativismus aus metaethischer Pers-pektive. Der dritte Teil schließlich behandelt den moralischen Relativismus vom Standpunkt der normativen Ethik aus. »Moralischer Relativismus« ist besonders als Seminargrundlage geeignet, weil er ein breites Spektrum von Argumenten zum moralischen Relativis-mus einschließlich der empirischen Befunde leicht zugänglich macht. Die ausführliche Bibliographie erleichtert zudem den Einstieg in die Forschung.

6/20/2011

Jacques Poulain, Hans J Sandkühler, Fathi Triki (Herausgeber): Gerechtigkeit, Recht und Rechtfertigung in transkultureller Perspektive

Lang, Peter Frankfurt; Auflage: 1., Aufl. (Juni 2010), 32 €

Die Bedeutungen von Gerechtigkeit, Recht und Rechtfertigung verändern sich im Rahmen ihrer kulturellen Kontextualität. Zugleich haben sie einen transkulturell verstehbaren Sinn. Gerechtigkeit, Recht und Rechtfertigung sind normative Begriffe. Sie spiegeln, dass die Wirklichkeiten nicht sind, wie sie sein sollen. Das Recht soll in Gerechtigkeit gründen; Sätze und Handlungen sollen zu rechtfertigen sein. Weder die Idee des Rechts – die Gerechtigkeit – noch das positive Recht können als von der Natur oder der Geschichte gegebene Objektivität verstanden werden, die von den Rechtssubjekten nur noch anzuerkennen wäre. Das Wissen und das Handeln entwickeln sich in Kontexten epistemischer und praktischer Kulturen, in denen die Verständnisse des Guten, des Gerechten, der Anerkennung und der Versöhnung voneinander abweichen können. Diese Probleme werden – kontrovers und im Geist der Kritik – in der transkulturellen Perspektive des arabisch-deutschen UNESCO-Dialogs erörtert, an dem sich Spezialisten der Epistemologie, der politischen Philosophie und der Philosophie- und Religionsgeschichte, vor allem des Islams, beteiligen.

Aus dem Inhalt: Hans Jörg Sandkühler: Gerechtigkeit, Recht und Rechtfertigung. Zur Einführung – Jacques Poulain: Was ist Gerechtigkeit? – Fathi Triki: Rechtfertigung und Gewalt – Cyrille B. Koné: Versöhnung, Recht und Gerechtigkeit – Mounira Hachana Ben Mustapha: Anerkennung und Rechtfertigung – Raúl Fornet-Betancourt: Gerechtigkeit und Anerkennung des Anderen. Zur Kritik der Kategorie der Anerkennung – Mohamed Ali Halouani: Paradox der Gerechtigkeit. Eine epistemologische Annäherung an Verfahren der Rechtfertigung – Mehrez Hamdi: Ungerechtigkeit gegenüber anderen und gegenüber sich selbst im Koran – Abou Yaareb Marzouki: Konklikte der Rechtfertigung des Gesetzes im Islam – Fethi Meskini: Entschuldigung, Verzeihung und Rechtfertigung oder Monotheistische Politiken – Jaleleddine Saïd: Die Menschenrechte und die Demokratie der Anderen – Mohamed Turki: Das Gerechte und die Gerechtigkeit bei Ricoeur – Irma Julienne Angue Médoux: Recht und Rechtfertigung in Richard Rortys Ethik des Diskurses – Sarhan Dhouib: Ethik, Recht und Gleichheit bei Tugendhat – Georg Mohr: Die Fallen der verlogenen Humanismen. Geschichte und Rechtfertigung von einem postkolonialen Standpunkt.

Lars Leidl, David Pinzer (Herausgeber): Technikhermeneutik: Technik zwischen Verstehen und Gestalten

Lang, Peter Frankfurt; Auflage: 1., Aufl. (Juni 2010), 47,80 €

Technik ist allgegenwärtig. Sie durchdringt nicht nur die Produktion von Gütern und die Wissenschaften, auch unser Alltagsleben ist weitgehend durchwebt mit technischen Anordnungen unterschiedlichster Form und Ausprägung. Dabei ist den einzelnen technischen Artefakten häufig nicht anzusehen, wie stark sie nicht nur unsere Umwelt beeinflussen, sondern sogar unser Erkennen und Verstehen mitprägen. Dieser Zirkel von Verstehen und Gestalten, Gestalten und Verstehen kann als ein hermeneutischer Zirkel der Technik beschrieben werden. Die Beiträge des Sammelbandes setzen sich in diesem Sinne mit Aspekten einer philosophischen Begründung von technischem Handeln auseinander, versuchen verschiedene Deutungen etablierter Wissenschaften zu hinterfragen und geben Aussichten auf mögliche Gestaltungsansätze. Technik wird dabei nicht als dem Menschen gänzlich äußerlich und entgegengesetzt begriffen, sondern als ihm wesentlich inhärent – als Teil verständnisorientierten Handelns und handlungsorientierten Verstehens.

Aus dem Inhalt: Lars Leidl/David Pinzer: Einleitung: Technik und Hermeneutik – Armando Chiappe: Martin Heideggers „Ontologisierung der Praxis“ und ihr Beitrag für die hermeneutische Technikphilosophie – Bernhard Irrgang: Martin Heideggers Technikphilosophie. Vom Umgehen-Können zum Entbergen – Jan Kertscher: Technikhermeneutik und die hermeneutische Phänomenologie – Michael Funk: Verstehen und Wissen. Ludwig Wittgensteins Philosophie der Technik – Steffen Steinert: Visualisierungstechnologie und „Mixed Hermeneutics“. Technikhermeneutik zwischen Philosophie und Technik, Wissenschaftstheorie und Erkenntnistheorie – David Pinzer: Neues Erbe. Hermeneutik und Genetik – Gerd Grübler: Wissen, Technik, Heil. Fragen an die weltanschaulichen Funktionen von Wissenschaft und Technik – Chandrima Christiansen: Hermeneutics of History – Tina-Louise Eissa: Selbstgestaltung und Enhancement. Über Probleme, Erwartungen und Interpretationen bezüglich des Umgangs mit biotechnischen Verfahren – André Schmidt: Genomsequenzierung: Möglichkeiten und Grenzen aus technischhermeneutischer Sichtweise – Kerstin Palatini: Der Designer als Technikhermeut. Technischhermeneutische Perspektive zum Design – Manja Unger-Büttner: Design und Ethik. Hermeneutische Ethik als Anleitung zu einer ethisch fundierten Designpraxis.

Claus Langbehn, Wolfgang Kersting (Herausgeber): Freiheit und Gerechtigkeit: Die moralischen Grundlagen der Sozialen Marktwirtschaft

2010, Lang, Peter Frankfurt, 35€

Die Soziale Marktwirtschaft ist heute aktueller denn je. Nach der Wirtschafts- und Finanzkrise ist deutlich geworden: Eine stabile Ordnung kommt nicht ohne ethisch-moralische Grundlagen aus. Neun renommierte Autoren aus der Philosophie und den Wirtschaftswissenschaften gehen aus diesem Grunde der Geschichte und Systematik der Sozialen Marktwirtschaft nach. Sie wird vom Standpunkt der Freiheit, aber auch von dem der Gerechtigkeit thematisiert. Auf diese Weise eröffnet der Band einen konstruktiven, kontrovers angelegten Zugang zu einem bestimmenden Thema unserer Zeit. Eine Auswahlbibliographie bietet wichtige Literatur, durch die die weitere Auseinandersetzung mit dem Thema erleichtert wird. Inhalt: Wolfgang Kersting: Kritik des Wirtschaftsliberalismus – Philip Plickert: Der Neoliberalismus zwischen starkem Staat und Laissez-faire – Wolfgang Kersting: Marktwirtschaft, Staat und soziale Gerechtigkeit – Gerd Habermann: John Stuart Mill: Ein liberaler Sozialist? – Michael Wohlgemuth: Hayek und das magische Dreieck der Moderne, oder: gibt es ein Paradox des klassisch-liberalen Paternalismus? – Hans D. Barbier: Ohne Freiheit keine Soziale Marktwirtschaft – Michael Aßländer: Die moralphilosophischen Grundlagen der Ökonomie bei Adam Smith – Friedrun Quaas: Soziale Marktwirtschaft – riskante Ordnung oder stilsichere Integrationsformel? – Gerhard Willke: Liberalismus und Kapitalismus: Freiheit auf Kosten der Gerechtigkeit? – Bernhard Emunds: Ungewollte Vaterschaft. Katholische Soziallehre und Soziale Marktwirtschaft – Timea Kovács: Soziale Marktwirtschaft – ein historischer Abriss – Timea Kovács/Manfred Böge/Norman Jakob: Auswahlbibliographie Soziale Marktwirtschaft.

Galileo: Vol. II: Paul Needham, Galileo Makes a Book

2011, Oldenbourg Akademieverlag, 50 €

Der "Sternenbote", Galileo Galileis im Jahre 1610 in Venedig publizierter Sidereus Nuncius, hat ebenso Geschichte geschrieben wie Kopernikus De revolutionibus und Newtons Principia. Erstmals wurde hier durch die Nutzung des Teleskopes deutlich, dass Gestirne wie der Mond eine ebenso zerklüftete Oberfläche besitzen wie die Erde. Zudem erkannte Galilei, dass Planeten wie der Jupiter das Zentrum eines eigenen Planetensystems bilden. Galileis Buch veränderte die Sicht des Kosmos für immer. Aus Angst davor, dass ihm die Konkurrenz zuvorkommen würde, hat Galilei sein Werk wie von Furien gehetzt produziert. Acht Wochen, nachdem er die erste Zeile geschrieben hatte, war es als fertiges Buch auf dem Markt. Die ersten Teile wurden bereits in der Druckerei gesetzt, als der zweite Teil weder erforscht noch geschrieben war. Von der ersten bis zur letzten Seite sind die Spuren dieser atemlosen Hast sichtbar geblieben, und auch hierin liegt sein unnachahmlicher Reiz. Umso mehr überrascht, dass der Sidereus Nuncius bislang nicht als Buch untersucht worden ist. Selbst grundlegende Fragen wie die nach dem Buchdrucker, dem Material des Papieres und der Eigenschaft der eingedruckten Abbildungen sind bisher weder gestellt, geschweige denn beantwortet worden. Der erste Band präsentiert die ausgearbeiteten Analysen, die gemeinsam von einer Gruppe von Buch- und Materialforschern aus der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, dem Bundesinstitut für Materialforschung, der Technischen Universität zu Berlin, der Humboldt-Universität zu Berlin, der Universitätsbibliothek Graz, dem Rathgen-Forschungslabor und dem Frauenhofer Institut in den Jahren 2007 und 2009 durchgeführt wurden. Der zweite Band stammt von Paul Needham (Princeton University Library/Scheide Library). Als "Papst" der Buchgeschichte der frühen Neuzeit hat er die Produktion des "Sternenboten" erstmals Tag für Tag vom Januar bis zum März 1610 verfolgt. Wohl niemals zuvor ist ein Buch von Bedeutung in vergleichbarer Präzision durch die konzeptionellen, organisatorischen und handwerklichen Komplikationen seiner Produktion verfolgt worden. Zu den Hauptergebnissen zählt die Erkenntnis, dass der Sidereus Nuncius selbst noch während seiner Drucklegung permanent verändert wurde, so dass seine 550 Exemplare im Prinzip allesamt als Originale gelten können. Mit einer einzigartigen Analyse von Galileis Sidereus Nuncius bieten beide Bände 400 Jahre nach dem Erscheinen dieses Buches auch ein Modell der interdisziplinären Zusammenarbeit.

Galileo's O: Vol. I: Galileo's Sidereus Nuncius (Ed. by: Irene Brückle, Oliver Hahn)

2011, Oldenbourg Akademieverlag, 50 €

Der "Sternenbote", Galileo Galileis im Jahre 1610 in Venedig publizierter Sidereus Nuncius, hat ebenso Geschichte geschrieben wie Kopernikus De revolutionibus und Newtons Principia. Erstmals wurde hier durch die Nutzung des Teleskopes deutlich, dass Gestirne wie der Mond eine ebenso zerklüftete Oberfläche besitzen wie die Erde. Zudem erkannte Galilei, dass Planeten wie der Jupiter das Zentrum eines eigenen Planetensystems bilden. Galileis Buch veränderte die Sicht des Kosmos für immer. Aus Angst davor, dass ihm die Konkurrenz zuvorkommen würde, hat Galilei sein Werk wie von Furien gehetzt produziert. Acht Wochen, nachdem er die erste Zeile geschrieben hatte, war es als fertiges Buch auf dem Markt. Die ersten Teile wurden bereits in der Druckerei gesetzt, als der zweite Teil weder erforscht noch geschrieben war. Von der ersten bis zur letzten Seite sind die Spuren dieser atemlosen Hast sichtbar geblieben, und auch hierin liegt sein unnachahmlicher Reiz. Umso mehr überrascht, dass der Sidereus Nuncius bislang nicht als Buch untersucht worden ist. Selbst grundlegende Fragen wie die nach dem Buchdrucker, dem Material des Papieres und der Eigenschaft der eingedruckten Abbildungen sind bisher weder gestellt, geschweige denn beantwortet worden. Der erste Band präsentiert die ausgearbeiteten Analysen, die gemeinsam von einer Gruppe von Buch- und Materialforschern aus der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, dem Bundesinstitut für Materialforschung, der Technischen Universität zu Berlin, der Humboldt-Universität zu Berlin, der Universitätsbibliothek Graz, dem Rathgen-Forschungslabor und dem Frauenhofer Institut in den Jahren 2007 und 2009 durchgeführt wurden. Der zweite Band stammt von Paul Needham (Princeton University Library/Scheide Library). Als "Papst" der Buchgeschichte der frühen Neuzeit hat er die Produktion des "Sternenboten" erstmals Tag für Tag vom Januar bis zum März 1610 verfolgt. Wohl niemals zuvor ist ein Buch von Bedeutung in vergleichbarer Präzision durch die konzeptionellen, organisatorischen und handwerklichen Komplikationen seiner Produktion verfolgt worden. Zu den Hauptergebnissen zählt die Erkenntnis, dass der Sidereus Nuncius selbst noch während seiner Drucklegung permanent verändert wurde, so dass seine 550 Exemplare im Prinzip allesamt als Originale gelten können. Mit einer einzigartigen Analyse von Galileis Sidereus Nuncius bieten beide Bände 400 Jahre nach dem Erscheinen dieses Buches auch ein Modell der interdisziplinären Zusammenarbeit.

Wibke Larink: Bilder vom Gehirn: Bildwissenschaftliche Zugänge zum Gehirn als Seelenorgan

2011, Oldenbourg Akademieverlag, 90 €

Aus wissenschaftshistorischer Sicht lässt sich feststellen, dass eine Erforschung des menschlichen Gehirns und seiner Funktionen immer auch mit der Bestimmung des Ortes einer Seele im Gehirn einherging. Die Autorin vollzieht die bildliche Lokalisation der Seele in verschiedenen cerebralen Einheiten nach und zeigt, inwiefern sich geistes- und naturwissenschaftliche Theorien zu Hirnfunktion und Seele in die Bilder des menschlichen Gehirns eingeschrieben haben: von den Drucken der ersten anatomischen Atlanten um 1500 bis hin zu Bildern des frühen 19. Jahrhunderts. Im Übergang zwischen der mittelalterlichen Lehre von den Hirnventrikeln und einer neuzeitlichen Hirnforschung standen Anatomen wie Leonardo da Vinci, Berengario da Carpi oder Andreas Vesalius, die durch eigene Sektion neue Erkenntnisse sammelten. Diese konnten mit der Er¿ndung des Buchdrucks auch einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht und um neue Theorien erweitert werden. Der 1664 posthum erschienene L’Homme de René Descartes hatte mit seinen bildlichen Funktionsmodellen einen entscheidenden Einschnitt in der Art der Abbildung des Gehirns zur Folge. Zeitgleich erreichten naturalistische Hirnbilder bei Thomas Willis in England sowie Frederik Ruysch und Godefridus Bidloo in den Niederlanden eine neue Qualität. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts markieren die Forschungen Franz Joseph Galls, Vicqd’Azyrs oder Samuel Thomas Soemmerrings einen weiteren Wendepunkt in Richtung moderner Naturwissenschaft. Die Betrachtung von mehr als 70 historischen Autoren und ihrer Werke wird durch einen Blick auf neurowissenschaftliche Bildphänomene der Gegenwart abgerundet.

Ulla Wessels: Das Gute: Wohlfahrt, hedonisches Glück und die Erfüllung von Wünschen

2011, Klostermann, Vittorio, Preis noch nicht ermittelbar

Wie gut oder schlecht ist die Welt? Das hängt allein davon ab, wie gut oder schlecht es den Individuen in der Welt geht. Die Welt ist umso besser, je besser es den Individuen geht. Und wie gut oder schlecht geht es den Individuen? Das hängt allein davon ab, wie wohl sie sich fühlen und in welchem Maße die Wünsche, die sie hegen, erfüllt sind. Den Individuen geht es umso besser, je wohler sie sich fühlen und je mehr oder je stärkere ihrer Wünsche erfüllt sind. Die beiden Thesen bilden den Kern von Ethiken, die als Glück-Wunsch-Ethiken angesprochen werden, als Glück-Wunsch-Ethiken deshalb, weil sie hedonisches Glück und die Erfüllung von Wünschen in den Mittelpunkt rücken. Glück-Wunsch-Ethiken gehören zu den Wohlfahrtsethiken. Wohlfahrtsethiken sind heftig umstritten. Doch sie haben vieles für sich. Was sie für sich haben, möchte das Buch zeigen, indem es eine Klasse von ihnen, nämlich Glück-Wunsch-Ethiken, vorstellt und gegen Einwände verteidigt, die gegen Wohlfahrtsethiken erhoben werden. Dreh- und Angelpunkt ist der Begriff des Wünschens; ihm und der Rolle, die er in Glück-Wunsch-Ethiken spielt, spürt das Buch im Detail nach. Dabei setzt es sich unter anderem mit irrationalen, externen, asynchronen und angepassten Wünschen auseinander – und mit Wünschen von Individuen, die es noch gar nicht gibt. Das Buch spannt den Bogen von der theoretischen zur angewandten Ethik und kann als eine Einführung in und zugleich als Beitrag zur Erforschung von Wohlfahrtsethiken gelesen werden.

Jahrbuch für Recht und Ethik / Annual Review of Law and Ethics

Band 18 (2010)
98 €

Themenschwerpunkt: Wirtschaftsethik


6/15/2011

Hans Joas: Pragmatismus zur Einführung

Junius Verlag 2010 (13,90 €)

Hartmut Rosa: Theorien der Gemeinschaft zur Einführung

Junius Verlag 2010 (13,90 €)

Alfons Beckermann: Den Anfang denken. Die Philosophie der Antike in Texten und Darstellung

Meiner 2011, Bd. 1-3, gebundene Ausgabe (98€)

Christian Erk: Health, Rights and Dignity: Philosophical Reflections on an Alleged Human Right

Ontos 2011 (98 €)

The idea that there is such a thing as a human right to health has become pervasive. It has not only been acknowledged by a variety of international law documents and thus entered the political realm but is also defended in academic circles. Yet, despite its prominence the human right to health remains something of a mystery - especially with respect to its philosophical underpinnings. Addressing this unfortunate and intellectually dangerous insufficiency, this book critically assesses the stipulation that health is a human right which - as international law holds - derives from the inherent dignity of the human person. Scrutinising the concepts underlying this stipulation (health, rights, dignity), it shall conclude that such right cannot be upheld from a philosophical perspective.

René Descartes: Meditationen

Meiner 2011 (32,90)

John Stuart Mill: Über die Freiheit

Meiner 2011 (14,90 €)

Axel Honneth: Das Recht der Freiheit: Grundriß einer demokratischen Sittlichkeit

Suhrkamp (gebundene Ausgabe) 34,90 Euro

Rainer Forst: Kritik der Rechtfertigungsverhältnisse: Perspektiven einer kritischen Theorie der Politik

6/14/2011

Virginia Held: How Terrorism is Wrong. Morality and Political Violence

OUP 2011; 14€


Seminarliteratur für das kommende Semester.

Ken Binmore: Natural Justice

OUP 2011 (Taschenbuchausgabe); 19€

This book lays out foundations for a "science of morals." Binmore uses game theory as a systematic tool for investigating ethical matters. He reinterprets classical social contract ideas within a game-theory framework and generates new insights into the fundamental questions of social philosophy. In contrast to the previous writing in moral philosophy that relied on vague notion such as " societal well-being" and "moral duty," Binmore begins with individuals; rational decision-makers with the ability to emphasize with one another. Any social arrangement that prescribes them to act against their interests will become unstable and eventually will be replaced by another, until one is found that includes worthwhile actions for all individuals involved.